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Überdruckkapselung    

Allgemein      



Ex p PrinzipIn modernen Chemieanlagen steigt der Bedarf komplexer, elektrischer Betriebsmittel im Verarbeitungsbereich brennbarer Stoffe. An den Explosionsschutz elektrischer Geräte werden daher immer höhere Anforderungen gestellt. Die Zündschutzart Überdruckkapselung Ex p bietet eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten.

Die Zündschutzart Überdruckkapselung (Ex-p) ermöglicht es, nicht explosionsgeschützte Geräte in explosionsgefährdeten Bereichen zu betreiben. Der Zündschutzart Überdruckkapselung liegt der Gedanke zugrunde, explosionsfähige Gasgemische von den eingesetzten Nicht-Ex-Geräten fernzuhalten.





                        



                              Für alle nicht Ex fähigen  Geräte und Steuerungen^ Nach oben

Funktionsweise


Drucksensor für Ex pFunktionsweise der Überdruckkapselung

Der Explosionsschutz wird bei der Zündschutzart Ex-p dadurch realisiert, dass die nicht explosionsgeschützten Geräte in einem überdruckgekapselten Gehäuse (Ex p- Gehäuse) betrieben werden. Dieses Gehäuse wird durch einen dauerhaften Überdruck mit Luft oder einem Inertgas vor dem Eindringen der evtl. in der Umgebung vorliegenden explosionsfähigen Atmosphäre geschützt. Abhängig von der jeweiligen Anwendung und vorhandenen Explosionsschutz-Zone, wird bei einer Inbetriebnahme des Gerätes das Ex p- Gehäuse vorgespült. Hierdurch wird sichergestellt, dass ein eventuell im Gehäuse vorhandenes, zündfähiges Gas-/Luftgemisch entfernt wird. Dieser Vorgang wird als Vorspülen bezeichnet.



                           Ständig unter Druck!

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Aufbau der Systeme

Steuerung in ÜberdruckkapselungAufbau von Überdruckkapselungssystemen

Moderne Überdruckkapselungssteuerungen bestehen aus einem integrierten Steuergerät, welches alle elektronischen sowie pneumatischen Bauelemente wie Steuerung, Drucksensoren, Durchflussmesseinrichtung, Funkensperre, Auslassventil, etc. enthält. Zusätzlich wird eingangsseitig am Ex-p-Gehäuse eine einstellbare Drossel bzw. ein Magnetventil für die Spülgaszufuhr eingesetzt. Beide Komponenten können innerhalb oder außerhalb des Ex p- Gehäuses montiert werden. Man unterscheidet die Betriebsarten "ständige Durchspülung", bei der das Ex-p Gehäuse permanent mit einem Zündschutzgas durchströmt wird, sowie "Ausgleich der Leckverluste", bei der nach der Vorspülphase das Auslassventil geschlossen wird und nur so viel Spülgas in das Gehäuse eingeleitet wird, dass ein Mindestüberdruck aufrecht erhalten wird. Die meisten Anwendungsfälle basieren auf der Betriebsart "Ausgleich der Leckverluste".


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Ausgleich der Leckverluste und Zündschutzarten 


Controller für Ex p Überdruckkapselung

Ausgleich der Leckverluste

In dieser Betriebsart wird nach Abschluss der Vorspülphase ein Überdruck im mBar-Bereich innerhalb des Ex p- Gehäuses aufrechterhalten. Eingangsseitig können für die Spülgaszufuhr sowohl digital arbeitende Magnetventile (auf/zu) als auch Proportionalventile eingesetzt werden.



Der Zündschutz durch die Überdruckkapselung wird in drei Zündschutzarten eingeteilt, die sich wie folgt unterscheiden:



    * Typ "px": Die Klassifizierung wird innerhalb des überdruckgekapselten Gehäuses von Zone 1 oder von Gruppe I
       auf "nicht explosionsgefährdet" reduziert.
    * Typ "py": Die Klassifizierung wird innerhalb des Gehäuses von Zone 1 auf Zone 2 reduziert.
    * Typ "pz": die Klassifizierung wird innerhalb des Gehäuses von Zone 2 auf "nicht explosionsgefährdet" reduziert.

Entsprechend der vorstehenden Klassifizierungen sind die in der Norm festgelegten Anforderungen an die Konstruktion anzuwenden und zu prüfen. 



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